Flaute

Da kaum Wind angekündigt wurde, wollen wir schon um Sieben los. Der lange Anreisetag liegt uns aber noch in den Knochen, so dass wir erst um Zehn loskommen. Tagesziel ist Thiessow auf Rügen. Knapp 40 sm.

Direkt an der Hafenausfahet geht’s auf die Ostsee. Endlich! Aber auch nur knapp 2 kn Wind direkt von vorn. Also Quirl anwerfen. Die Segel bleiben unten. Schade.

Die Ostsee ist spiegelglatt. Wir passieren Usedom an Backbord und viele dicke Frachter an Steuerbord.

Auf Höhe der Greifswalder Oie stellen wir fest, dass es eigentlich schlauer wäre, heute schon Sassnitz anzulaufen. Eine Stunde mehr unterwegs, aber schon eine Station übersprungen, was möglicherweise eine gute Entscheidung ist, da morgen wieder Wind gegenan steht und die Prognose von Sassnitz aus besser aussieht.

Also Sassnitz.

Sonst passiert acht Stunden nichts. Kein Wind. Keine Sonne. Kaum Schiffe.

Um 18:30 Uhr laufen wir in Sassnitz ein und bummeln noch durch die Stadt. Ist aber nichts mehr los. Sind nicht Sommerferien?

Swinemünde

Um 05:30 Uhr stehen wir auf, um mit dem Bus nach Stettin zu fahren. Aufgrund einer Grenzkontrolle (!) kommen wir erst mit einer Stunde Verspätung an.

Punkt zwölf ist alles an Bord verstaut und der neue Wantenspanner eingebaut. Die Rollanlage ist etwas schwergängig und knackt beim Rollen. Der Fehler lässt sich ohne Mastlegen allerdings nicht lokalisieren, also fahren wir erstmal los.

Bei 8 – 10 kn Wind fahren wir unter Segel mit Motorunterstützung Richtung Stettiner Haff. Wir haben fast 40 sm vor uns und wollen nicht zu spät in Swinemünde ankommen.

Aus dem Hafen von Stettin wird ein riesiges Schiff mit Windradplattformen von zwei Schleppern Richtung Ostsee bugsiert. Wir folgen ihm in respektvollen Abstand.

Endlich an der Odermündung angekommen, können wir den Motor stoppen und bewegen uns nur noch mit Windkraft.

Der Wind bläst nun mit bis zu 18 kn bei wenig Welle aus etwa 90 Grad AWA. Unser Schiff ist zwar überladen, kommt aber trotzdem ins Gleiten. Die Logge fällt nicht mehr unter 6 kn. Topspeed 6,8 kn. Ein toller Ritt.

Auf halber Strecke schläft der Wind jedoch ein und dreht gegenan, so dass wir den Rest motoren. Die Rollanlage fällt komplett aus. Irgendein Teil blockiert. Vorerst ist also turnen auf dem Vordeck angesagt.

Gegen Sieben laufen wir im Hafen von Swinemünde ein. Wir bahnen uns den Weg zwischen großen Fähren und grauen Marineschiffen.

Kurz vor Ziel fängt es dann an, wie aus Kübeln zu schütten und wir werden komplett durchnässt, bis wir endlich anlegen. Das Ölzeug im Schiffsinneren ist dafür schön trocken geblieben.

Swinemünde ist eine vom Fährhafen geprägte Stadt, aber jetzt am Samstagabend trotzdem schon verschlafen. Wir finden aber noch ein nettes kleines polnisches Restaurant und lassen den Abend ausklingen.

Stettin

Wir haben es rechtzeitig auf die Oder geschafft, um noch ohne Zwischenstopp abends nicht zu spät in Stettin anzukommen. Kaum sind wir im Fahrwasser, drückt uns der Fluß mit zusätzlichen vier km/h Richtung Stettin. Da wir gut in der Zeit liegen, rechnen wir uns aus, wann wir in Stettin sein werden und drosseln unsere Fahrt durchs Wasser von knapp 10 km/h auf 8 km/h. Wegen des Stroms sind wir trotzdem schneller unterwegs als vorher und sparen jetzt auch noch Sprit. Der Außenborder macht auch deutlich weniger Lärm, was sehr angenehm ist.

Im ersten Teilabschnitt ist die Oder dann auch tatsächlich sehr flach. Ein Dickschiff vor uns fährt wilde Schlangenlinien entlang der Tonnen und Peilungen. Vorsichtshalber fahren wir den selben Kurs. Das Lot zeigt knapp zwei Meter Wassertiefe an. Sobald wir auch nur leicht von der Fahrrinne abkommen, klettert die Anzeige schnell auf 1,50 m an. Ganz schön knapp.

Nach einer Stunde wird die Wassertiefe ausreichend groß, so dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen. Die Flußbiegungen werden auch deutlich weitläufiger. Weit genug, dass wir den Pinnenpiloten rausholen und auf Herz und Nieren testen können. Die Strömung hat mit der Aufweitung auch etwas nachgelassen. Wir passen unsere Geschwindigkeit entsprechend an. Mit dem Autopiloten fährt das Boot weite Schlangenlinien, jeweils 5° zu jeder Seite abweichend vom eingestellten Kurs. Dafür ist der Fluß dann doch fast etwas eng. Mal sehen, wie er sich mit den Einstellungen auf der Ostsee schlägt. Zur Not müssen wir etwas an der Empfindlichkeit einstellen. Für jetzt reicht es erst einmal.

Da wir beide nicht mehr hoch konzentriert an der Pinne hängen müssen, können wir etwas entspannen und abwechselnd etwas schlafen oder uns sonnen und Essen machen. An der Oder gibt es auf dem Weg bis nach Stettin fast nur Natur. Und Angler. Einmal wird die Landschaft von der Ortschaft Gryfino unterbrochen, in deren Nähe wir den ersten Seeadler dieser Fahrt am Himmel entdecken. Kurz darauf sehen wir auch einen zweiten. Die Vögel sind immer ein imposanter Anblick mit ihren großen Schwingen und den dicken gelben Schnäbeln.

Nach sechs Stunden erreichen wir dann endlich die Stettin. Sonne und Motorgeräusche haben uns für heute auch genug gegeben. Wir sind froh, beim AZS anzulegen. Der Hafenmeister empfängt uns ausgesprochen freundlich und weist uns unseren Platz zu. Kein Vergleich zu Deutschland. Meine polnische Kollegin hatte uns vorher telefonisch angekündigt, da wir letztes Jahr Schwierigkeiten hatten, uns auf deutsch oder englisch zu verständigen. Dieses Jahr ist das aber überhaupt kein Problem. Unser Hafenmeister spricht sehr gut Deutsch, was alles etwas einfacher macht.

Vorm Essen gehen wollen wir noch den Mast stellen, damit wir das Gröbste erledigt haben. Wir wollen es einmal nur zu zweit versuchen, um eventuell mal für später auch in der Einsamkeit Mast stellen und legen zu können. Ich bereite die Wanten und alles gut vor, so dass der Mast nur noch nach oben gedrückt werden muss. Letztendlich reicht aber die Kraft nicht aus. Zwei Deutsche vom Nachbarboot haben mittlerweile Ihre Hilfe angeboten, die wir erst noch ablehnen. Dann müssen wir aber doch aufgeben und freuen uns über die helfenden Hände. Leider schaffe ich es, beim Aufrichten einen Wantenspanner zu verbiegen. Der muss in Deutschland in der kommenden Woche noch schnell nachgekauft werden. Fürs Erste steht der Mast aber erst einmal. Wir bedanken uns freundlich für die helfenden Hände und gehen Essen.

Später werden wir von den beiden und dem Rest ihrer Crew noch auf einen Absacker auf Ihre „Gefion“ – einer Malö 38 – eingeladen. Sie waren zu viert einige Wochen um Fehmarn unterwegs, hatten aber wenig Wind. Drei von Ihnen fahren jetzt wieder nach Hause bei Celle und der Eigner nimmt die nächsten Freunde für den nächsten Törn an Bord. So ist das Boot wohl seit einigen Jahren rund um die Ostsee unterwegs. Wir erzählen von unserer Törnplanung und erhalten ein paar Tipps für die Reise, verabschieden uns aber recht bald, da die letzten 24 Stunden doch recht anstrengend waren.

Am nächsten Morgen räumen wir noch einmal auf, verlegen an unseren endgültigen Liegeplatz für die Woche – zwei Boxen weiter – und schließen zu. Anschließend gucken wir uns noch einmal Stettin an, essen an der neu gebauten Promenade an der Oder und schlendern über einen Jahrmarkt, der zufällig gerade hier stattfindet. Nachmittags fahren wir wieder nach Berlin, was von hier nur knapp zwei Stunden mit dem Zug entfernt ist.

Wo wir uns in Deutschland noch etwas abgucken können: selbst in der tiefsten Pampa irgendwo im Nirgendwo auf der Oder gibt es flottes mobiles Internet. In Stettin kann man noch im kleinsten Geschäft mit Kreditkarte bezahlen, was es unnötig macht, für einen Tag extra noch Zloty abzuheben. In der Beziehung ist Deutschland aber erwiesenermaßen Entwicklungsland.

Schiffshebewerk

Ich liege bereits um 03:00 Uhr wach. Ab vier vertreibe ich mir die Zeit mit Tank auffüllen. Zsu wird auch kurz darauf wach und wir können um fünf direkt Richtung Schiffshebewerk starten. Vor uns legen zwei Frühaufsteher ebenfalls mit uns ab – eine X99 und eine First 30. Im Dreierpack fahren wir am Hafen Eberswalde vorbei Richtung Schiffshebewerk. Wir fahren im golden schimmernden Morgendunst in die aufgehende Sonne. Was für eine Fahrt. Der Kanal geht immer geradeaus. Das Wasser ist klar bis zum vier Meter tiefen Grund. Gegen Sieben machen wir an der Wartestelle fest. Und warten.

In die nächste Schleusung werden wir wegen eines Schubverbands nicht reingelassen, obwohl es noch viel Platz zu geben scheint. Im zweiten Anlauf klappt es dann. Dennoch dauert das ganze zwei Stunden bis es weitergehen kann. Wir brutzeln etwas in der Morgensonne.

Das Schiffshebewerk ist ein imposantes Bauwerk. Seit 1934 in Betrieb, überwinden in der gewaltigen Stahlfachwerkkonstruktion jährlich mehr als 10.000 Schiffe die 36 Meter Höhenunterschied. Parallel wird sein ein paar Jahren ein größeres Hebewerk nebenan gebaut. Losgehen sollte es dort eigentlich 2014. Wie der Berliner Flughafen, ist es aber noch nicht in Betrieb.

Unser Dreierpack fährt an die rechte Kammerwand. Wir machen fest und steigen aus, um das Absenken besser bestaunen und ein paar Fotos machen zu können. Das ist für uns mittlerweile das zweite Mal in Niederfinow, aber es ist trotzdem noch beeindruckend, wie der gewaltige Trog mit dem ganzen Wasser und unseren Schiffen langsam nach unten fährt. Gewaltige Kettenglieder und Ausgleichsgewichte bewegen sich an uns vorbei. Alles geht aber sehr sanft und ruhig vonstatten. Die Fahrt ist komplett entspannt. In jeder Schleuse ist man mehr beschäftigt.

36 Meter weiter unten spuckt uns das Monster wieder aus und wir machen uns auf den weiteren Weg nach Hohensaaten, wo wir anhand unserer Ankunftszeit entscheiden wollen, ob wir noch über die Schleuse Hohensaaten Ost auf die Oder fahren und somit direkt nonstop bis nach Stettin müssen – es gibt unterwegs keine Marina. Oder ob wir über Hohensaaten West in den Kanal fahren, um gegebenfalls einen weiteren Zwischenstopp einlegen können. Bis 11:00 müssen wir durch die Schleuse, sonst müssten wir eher auf den Kanal parallel zur Oder.

Der Kanal wird nach dem Hebewerk eher wieder zu einem Fluß und alles ist wieder etwas idyllischer und natürlicher.

Kurz vor Hohensaaten wird die X99 von einem warten Waschpo-Boot rausgewunken. Ein Kilometer zu schnell – 35 Euro. Uns wird im Vorbeifahren zugerufen, dass wir etwas gemächlicher machen sollen. Wir wären gerade so an der Grenze zur Geschwindigkeitsübertretung. Wir Raser. Es geht übrigens um ca. 10 km/h. Höchstgeschwindigkeit.

Vor uns taucht Hohensaaten Ost auf. Eine große Schleuse, das Tor ist weit geöffnet und die Ampel steht auf Grün. Eigentlich wollten wir uns im Wartebereich nochmal nach dem Pegel der Oder erkundigen. Im Internet konnten wir eine Tiefe von knapp 2,00 m nachlesen, aber die Werte lässt man sich ja gerne noch einmal vor Ort bestätigen. Jetzt fahren wir aber einfach in die Schleuse, direkt neben ein 40 Fuß-Motorboot, wo uns ein Ehepaar freundlich an die Seite nimmt. Wir fragen nach Ihrem Tiefgang. 95 cm. Mist. Wir haben 1,20 m. Damit sind wir auch nicht viel schlauer. Aber jetzt ist es im Grunde eh zu spät. Von Hohensaaten biegen wir nach links auf die Oder ein.

Abfahrt

Direkt nach der Arbeit treffen Zsu und ich uns am Schiff. Mit etwas Proviant fürs Wochenende machen wir uns auf den Weg. Abfahrt um 16:15 Uhr bei schönstem Sonnenschein und schwülwarmen knapp 30°C. Zügig rechts in den Spandauer Kanal zur ersten Schleuse einbiegen – wir wollen heute noch bis zur Marina Marienwerder fahren.

An der Spandauer Schleuse warten wir knapp 30 min, bis es endlich losgeht. Mit uns warten noch eine Handvoll anderer Boote, darunter die Waschpo und ein Dickschiff. Wir gehen alle in einem Rutsch in die Schleuse. Aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung fahren wir, wie an einer Perlenkette aufgereiht, Richtung Spandau. Die Waschpo verlässt uns an der ersten Brücke, um einen direkt unter der Brücke ankernden Motorbootler zu verhaften und zu erschießen. Oder so ähnlich, vermute ich. Wir wiederum halten weiterhin Kurs Richtung Oranienburg, wo wir die zweite und letzte Schleuse für heute Abend vor 21:45 Uhr erreichen müssen. Wir kalkulieren unsere Ankunft auf ca. 20:00 Uhr. Wenn wir dort auf einen Pulk weiterer Boote treffen und nicht beim ersten Mal schleusen können, mag es knapp werden.

Um 20:15 Uhr erreichen wir die Schleuse am Lehnitzsee. Es sind keine Schiffe zu sehen und die Tore stehen offen, Ampel auf Grün. Ich drehe noch einmal kurz an der Pinne und wir rutschen ohne Zwischenstopp direkt in die Schleuse. Mit uns schleust noch ein weiterer Segler mit seinen zwei Kindern. Wir fahren ein gutes Stück zusammen weiter den Kanal entlang Richtung Marienwerder und überlegen, ob wir es heute überhaupt noch so weit schaffen. Bis zur dortigen Marina sind es noch ca. 2 – 3 h Fahrzeit. Unser Begleitboot wird kurze Zeit später von der einem weiteren Waschpo-Boot angehalten. Als er später wieder zu uns aufschließt, erfahren wir, dass sein Kennzeichnen nicht erkennbar war – 10 Euro Bußgeld.

Es wird dunkel und wir montieren ein Rundumlicht auf den gelegten Mast. Außer unseren zwei Booten ist niemand mehr unterwegs. Unser Mitsegler ist leicht schneller, so dass wir sein Topplicht kurz vor Marienwerder aus den Augen verlieren. Wir halten uns mit Kaffee wach.

Um 23:00 Uhr laufen wir in die komplett volle Marina ein. Das Vorauskommando ist allerdings nirgends zu sehen. Wahrscheinlich ist er weitergefahren. Von einem schlecht gelaunten Hafenmeister werden wir auch zuerst abgewiesen, da alle Plätze belegt sind. Während wir im Hafenbecken wieder Richtung Kanal treiben und unsere Optionen für die Nacht überlegen, ruft er uns zurück, da wir möglicherweise genau zwischen die anderen Boote an die Stirnseite des Hafens passen.

Es passt. Dennoch dürfen wir uns eine Standpauke anhören, was wir hier so spät noch machen und wo wir hingefahren wären, wenn wir nicht in die Lücke gepasst hätten. Ich stimme ihm zu, wir wollen nur noch etwas trinken und dann in die Koje fallen. Im Restaurant wird schon geputzt, aber wir bekommen noch ein Getränk. Der Wirt und seine Mitarbeiter sind schon sehr viel freundlicher.

Um Mitternacht fallen wir ins Bett. Morgen früh wollen wir gegen 05:00 Uhr weiter.

Kann losgehen

Das Groß ist mit einer Reffreihe vom Segelmacher zurück, in den Tanks sind 50 Liter Benzin und der Mast ist gelegt. Den zu legen wird mit jedem Mal einfacher, was gut ist, weil wir das Ding zur Not auch nur zu zweit stellen könnten.

Morgen geht es auf nach Stettin.

Reisevorbereitungen

In zwei Wochen machen wir uns auf in die dänische Südsee.

Derzeit treffen wir die letzten Törnvorbereitungen. Das Boot wird langsam mit allem Notwendigen vollgeladen. Wir versuchen, uns auf ein Minimum zu reduzieren. Aufgrund der Reisedauer von vier Wochen, und da dies unser erster selbständiger Törn wird, sammelt sich doch so einiges in der kleinen Kajüte an.

Der Pinnenpilot ist montiert und eingestellt, die Bordinstrumente laufen. Das Großssegel kommt noch im Laufe der Woche mit einem Reff vom Segelmacher zurück und der Außenborder hat einen externen Tank spendiert bekommen. An den Beschlägen und am Rigg haben wir hier und da noch etwas optimiert. Unsere letzten Besorgungen betreffen nur noch Kleinzeug für die Küche, Kleidung und Speicherkarten.

In den nächsten Tagen werden noch die Tanks gefüllt und dann bringen wir das Boot vorab auf dem Wasserweg an die Ostsee. Am 22.07.2016 geht es los: über Spandau, Marienwerder und Hohensaaten bis nach Stettin.

Das Boot

Unser Boot ist ein sportlich orientierter Kleinkreuzer mit einer Kajüte, die gerade so für zwei Personen Platz bietet. Die Fareast aus chinesischer Fertigung ist auf der einen Seite auf geringes Gewicht und sportliches Segeln ausgelegt worden, was sich auch am tiefgehenden Hubkiel mit Bleibombe und am nicht vorhandenen Innenausbau, sowie dem verhältnismäßig großen Cockpit zeigt. Die Beschläge sind ab Werk in Ordnung. Das meiste ist von Seldén oder Harken. Auf der anderen Seite ist sie mit dicken Süllkanten versehen und liegt aufgrund des hohen Ballastanteils recht stabil im Wasser. Dies führt dazu, dass sich das Boot sehr stabil und sicher anfühlt, sobald man im Cockpit sitzt.

Gekauft haben wir ein Vorführschiff direkt vom Händler und Importeur in Kröslin. Im März 2015 haben wir das Boot von Kröslin über das Stettiner Haff nach Berlin transportiert, wo es nun im Stößensee liegt. Das Boot hört vorerst auf den Namen Silversurfer – steht aber noch nicht am Rumpf.

Die Segel sind die Standardsegel von Fareast. Da das Großsegel nicht den Spezifikationen entspricht – Größe eigentlich 13 m² – wurde es vom Händler wenigstens durchgelattet. Zufrieden sind wir mit der Regelung nicht, da uns eigentlich ein größeres Segel verkauft wurde. Bemerkbar macht sich die falsche Größe vor allem dadurch, dass sich das Segel schlecht trimmen lässt und starke diagonale Falten wirft. Das ist auch nicht durch das Durchlatten besser geworden. Behelfsmäßig schlagen wir das Segel am Hals etwas höher an, was den Faltenwurf etwas verringert.

Mittlerweile haben wir für den ersten anstehenden Ostseetörn eine Reffreihe einbauen lassen. Eigentlich sollte auch noch ein Traveller nachgerüstet werden – das Einzige, was diesem Boot ab Werk fehlt. Platz ist dafür eigentlich nur am Cockpitboden, der mit knapp 60 cm Breite nicht unbedingt ausladend ist. Als Verstellweg bleiben da für den Traveller zu jeder Seite nur knapp 20 cm, weswegen wir vorerst vom Einbau abgesehen haben.

Typ: Fareast 18
Länge: 5,61 m
Länge Wasserlinie: 5,15 m
Breite: 2,20 m
Tiefgang: 0,30 / 1,20 m

Verdrängung: 650 kg
Ballast: 280 kg

Großsegel: 12 m²
Fock: 9 m²
Gennaker: 28 m²

Besondere Ausstattung:
Simrad TP10 Pinnenpilot
Garmin GMI 20 Wireless Wind, Logge und Lot
Mercury Sailpower 5PS Viertakt-AB
Barton Baumstütze