Urlaub am Atomkraftwerk

Nach ausgiebigem Frühstück – Heißt auf einem Kleinkreuzer: zwei Brötchen, was drauf und Kaffee (diesmal gekaufter aus der Marina und kein Instant) – machen wir uns auf nach Lubmin.

Frühstück in Gustow
Frühstück in Gustow

Heute ist uns das Wetter hold und wir legen ausnahmsweide unter Segel ab. Bei etwa zehn Knoten Wind direkt von hinten machen wir den Schmetterling und lassen uns nach Lubmin treiben.

Die Windverhältnisse sind perfekt fürs Boot. Wir machen mehr Fahrt als alle Boote um uns herum. Die Dickschiffe sind zu schwer für den leichten Wind. Eine Bavaria 36 lassen wir stehen. Beim überholen sehen wir den Skipper eifrig an der Vorschot hantieren. Zwecklos. 🙂

AKW Lubmin
AKW Lubmin

20 Seemeilen später laufen wir in Lubmin ein. Das AKW ist schon von weitem zu sehen. Auf dem offenen Stück Bodden steht noch eine gute Welle, so dass Segel bergen für Zsu vorne mal wieder zur Achterbahn wird. Vorsegel bergen wir diesmal vor dem Wind hinter dem Groß. Das Groß selbst bei ca. 30° AWA. Das spart den größten Hack.

Weg am Strand entlang
Weg am Strand entlang

Lubmin hat einen langen Strand mit Dünen und angrenzendem Kiefernwäldchen. Wir, also ich gehe schwimmen, und wir gucken den Kitesurfern zu, die bei mittlerweile knapp 15 kn Wind ihren Spaß haben.

Eidechse
Eidechse

Danach gehen wir Richtung stillgelegtes AKW. Merkwürdige Vorstellung direkt an einem AKW Urlaub zu machen. Mittlerweile ist es über 20 Jahre aus. In den 70ern wäre es beinahe zu einem GAU gekommen, als ein Kurzschluss ein Feuer ausgelöst hatte und nur mit Glück nicht alle Kühlkreise lahmgelegt hatte. Jetzt liegt fünf Meter weiter unser Schiff.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang