Naturhafen Krummin

Nach einem ausgiebigen Seglerfrühstück ™ starten wir Richtung Kröslin. Einen Schwimmbagger umfahren wir großräumig. Das Flach an der Peenestrommündung nehmen wir knapp. Der Wind bläst weiterhin aus West mit 10 kn, also mal wieder perfektes Segelwetter, so dass wir einige Boote stehen lassen können.

In Kröslin muss ich noch einige Kleinigkeiten wegen dem Schiff regeln – hier in der Marina hatten wir es gekauft. Leider kommt die Werft nicht aus dem Quark. Seit 1,5 Jahren warte ich auf die passende Schelle für den Kielkran und eine Dokumentation zum Rigg. Beim Großsegel haben sie sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Nennt sich wohl neudeutsch After-Sale-Support.

Nach dem Mittagessen geht es direkt weiter. Wir wollen die Brücke bei Wolgast erwischen, um noch vor dem späten Abend in Krummin einzulaufen, deswegen Motor.

Bei der Durchfahrt kommt uns ein Boot mit euphorisch winkender Crew entgegen. Da wir mit der Durchfahrt beschäftigt sind, winken wir zwar zurück, merken aber erst später, dass uns Freunde aus unserem Verein entgegenkamen.

Nach der Brücke schnell wieder Segel setzen. Wir liefern uns ein Leichtwind-Battle mit einigen Polenbooten, die erstaunlich gut zu gehen scheinen. Irgendwann bemerken wir deren mitlaufende Maschinen. 🙂

Bei der Einfahrt ins Achterwasser nehmen wir die Kurve mal wieder knapp am Flach entlang, müssen dann aber Fischernetzroulette spielen. Ich erinnere mich grob, dass kleine Tore zwischen den knapp 400 m breiten Netzen beflaggt sind – halb ist es aber auch gut geraten. Aber alles klappt, wie gedacht und wir fahren Am-Wind-Slalom ins Ziel.

Krummin auf Usedom ist sehr schön. Neuer und gemütlicher Hafen mal wieder mitten in der Natur. Wir bleiben sogar eine weitere Nacht, da am nächsten Abend Märchennacht mit BBQ, Harfenmusik und Märchenerzählungen angesetzt ist. Die Märchen sind dann zwar nicht unser Fall, aber der Rest stimmt. Dieser Hafen also eines unserer (vielen) Reisehighlights.

Café Naschkatze
Café Naschkatze

Im Dorf gibt es noch ein uriges Café in einem nett hergerichteten Garten. Eine fette Katze, die dem Café auch ihren Namen gab, liegt auf einem freien Stuhl an unserem Tisch, während ich Erdbeerkuchen esse. Liebe Kollegen, das Thema ist damit durch. Ich nerve Euch die nächste Zeit nicht mehr damit.